Landesbibliothek Oldenburg: Am 22. Januar um 19 Uhr stellt die Autorin und Zeichnerin Melanie Garanin ihren Comic „Mein Freund Rilke“ (2025) dem Oldenburger Publikum vor. Begleitet wird der Abend von der Oldenburger Literaturwissenschaftlerin Dr. Silke Pasewalck vom Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE). Gemeinsam sprechen Garanin und Pasewalck über die künstlerische Annäherung an Leben und Werk des Lyrikers Rainer Maria Rilke.
Melanie Garanin (geb. 1972) studierte Zeichentrickfilm in Potsdam-Babelsberg und hat zahlreiche Bücher illustriert. Zu ihren Arbeiten zählen Kinder- und Jugendbücher ebenso wie Publikationen zu Heinz Erhardt und Frank Schmeißer. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Mit Rainer Maria Rilke beschäftigt sie sich bereits seit längerer Zeit: Seit einigen Jahren gestaltet sie einen illustrierten Rilke-Wandkalender mit ausgewählten Gedichten. Ihr Buch „Mein Freund Rilke“ erzählt von einer Begegnung mit dem Dichter, sowohl über seine Lyrik als auch in einem imaginierten Zusammentreffen im wirklichen Leben. Mit ihrem Comic lädt Garanin die Leserinnen und Leser zu einer persönlichen Entdeckungsreise ein: für alle, die Rilke lieben, und für jene, die ihn neu kennenlernen möchten.
Die Buchvorstellung findet im Rahmen der Rilke-Ausstellung „Unter so viel Lidern. Fotografien von Jan Jindra“ statt, zu der das BKGE und die Landesbibliothek Oldenburg gemeinsam einladen. Anlass der Ausstellung ist der 150. Geburtstag Rainer Maria Rilkes am 4. Dezember 2025. In einer fotografischen Spurensuche hat der tschechische Künstler Jan Jindra zentrale Stationen aus Rilkes Leben besucht, darunter Prag, St. Pölten, Worpswede, Arles, Berg am Irchel, Duino, Paris, Saintes-Maries-de-la-Mer, Venedig sowie verschiedene Orte in der Schweiz. Die Ausstellung versammelt Fotografien eines ruhelosen Dichterlebens, das von ständiger Bewegung durch Europa geprägt war.
Die Ausstellung ist eine Kooperation der Landesbibliothek Oldenburg mit dem BKGE, dem Adalbert-Stifter-Verein und der Tomas Bata University in Zlín. Jan Jindra (geb. 1962) studierte Fotografie an der Prager Filmhochschule FAMU und arbeitet bevorzugt in thematisch geschlossenen Fotozyklen. Dabei widmet er sich immer wieder literarischen Spurensuchen, etwa zu Franz Kafka. Sein Buch „S Kafkou na cestách“ (Mit Kafka unterwegs) erschien 2024. Für seine Arbeiten wurde Jindra mit zahlreichen international renommierten Preisen ausgezeichnet.
Die Ausstellung ist noch bis zum 7. Februar in der Landesbibliothek zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Veröffentlicht: MoX Veranstaltungsjournal. Januar 2026. (22.01.2026).



